Die Anfänge evangelischen Lebens in Koblenz (1783-1835)

Datum
Dienstag, 01.12.2009
Uhrzeit
18:00 Uhr
Vortrag von Herrn Dr. Andreas Metzing, Evanglische Archivstelle Boppard

Die Entwicklung der evangelischen Gemeinde Koblenz vollzog sich seit Ende des 18. Jahrhunderts in mehreren Stufen. Während sich gegen Ende der kurfürstlichen Zeit die ersten, rechtlich der katholischen Bevölkerungsmehrheit noch nicht gleichgestellten Evangelischen in Koblenz ansiedeln durften, wurden in der französischen Zeit die juristischen Rahmenbedingungen geschaffen, die die Gleichberechtigung mit den Katholiken und somit die Gemeindegründung 1802/03 ermöglichten. Einen regelrechten Aufschwung nahm die Gemeinde aber erst durch den massiven Zuzug evangelischer Christen in preußischer Zeit ab 1815.
Einen wesentlichen Anteil am Gedeihen der evangelischen Gemeinde Koblenz nach 1815 hatte der preußische Staat. Daneben war jedoch die aktive und selbstverantwortliche Initiative von unten, aus der Gemeinde selbst, ein mindestens ebenso entscheidender Faktor, zumal es zwischen der jungen Koblenzer Gemeinde und der Kirchenleitung in Berlin durchaus auch Spannungen gab. Im Verhältnis zur katholischen Mehrheit in der Stadt war es ein Segen für die Gemeinde, dass sie in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens von Persönlichkeiten geprägt wurde, die die evangelischen Interessen mit Selbstbewusstsein vertraten, ohne letztlich der anderen Seite die Hand zu verweigern.
Der Vortrag zeichnet das Werden der evangelischen Gemeinde Koblenz in der Zeit von der ersten Ansiedlung evangelischer Bürger ab 1783 bis zur Konsolidierung der Gemeinde um die Mitte der 1830er Jahre nach.

Anschließend Gesprächsrunde

Veranstalter
Verein für Geschichte und Kunst des Mittelrheins e. V.
Veranstaltungsort
Landeshauptarchiv Koblenz, Karmeliterstraße 1/3