Gerhard Mercator, Kursbestimmer, Atlasmacher und das neue Bild der Welt

Datum
Dienstag, 02.04.2013
Uhrzeit
18:00 Uhr
Vortrag von Herrn Uwe Schwarz, Köngiswinter

Gerhard Mercator (1512–1594) gilt als der größte Kartograph der Renaissance. Schon zu Lebzeiten genoss er internationales Ansehen. Wie kein anderer reformierte er das Kartenwesen und trug damit zu einem besseren geographischen Abbild der Erde bei: Auf die Geographie des Claudius Ptolemaeus (ca. 100 – 170 n.Chr.) aufbauend, überarbeitete und aktualisierte er dessen Anleitungen zum Kartenzeichnen immer mehr, bis er sich von der tradierten antiken Geographie endgültig löste, was 1595 posthum in seinem berühmten und erstmals als „Atlas“ titulierten Kartenwerk eindrucksvoll zum Vorschein kommt.

Die von Mercator 1569 auf einer Weltkarte angewandte winkeltreue Projektion setzte einen Meilenstein in der Navigation. Noch heute findet, wenn auch modifiziert, die „Mercator-Projektion“ Verwendung in der See-, Luft- und Raumfahrt. Und selbst in den modernen UTM-Koordinaten versteckt sich Mercators Name: UTM heißt „Universale Transversale Mercator-Projektion“.

Auch seine drei Söhne und drei seiner Enkel trugen als von ihm ausgebildete Kartographen und Kupferstecher zum nachhaltigen Ruhm des in Duisburg tätigen Familienunternehmens bei: Sein ältester Sohn Arnold (1537 – 1587) war seit Ende der 50er Jahre des 16. Jahrhunderts mit Vermessungsarbeiten im Erzbistum Trier beauftragt. 1560 war die erste Karte fertig. 1566 folgten Karten des Saar-Hunsrück- Raumes.

Es erwartet die Zuhörer also ein Vortrag über eine Persönlichkeit, die – im buchstäblichen Sinn –  unser Bild von der Welt nachhaltig geprägt hat; auch Nichtmitglieder des Vereins für Geschichte und Kunst des Mittelrheins (VGKM) sind dazu herzlich willkommen!

Veranstalter
Verein für Geschichte und Kunst des Mittelrheins zu Koblenz e. V.
Veranstaltungsort
Landeshauptarchiv Koblenz, Karmeliterstr. 1/3. 56068 Koblenz