Bauen in Koblenz zur Stauferzeit

Datum
Dienstag, 02.11.2010
Uhrzeit
18:00 Uhr
Vortrag von Herrn Udo Liessem, Bendorf

Das Jahr 2010 wird als Stauferjahr gefeiert. So wurde in Mannheim im September eine große Stauferausstellung eröffnet. In diesem Zusammenhang darf nicht vergessen werden, dass Konrad im Jahr 1138 in Koblenz zum ersten König aus diesem Geschlecht gewählt worden war. Daher möchte auch Koblenz einen Beitrag zu diesem Stauferjahr leisten.
Herr Liessem wird sich vor diesem Hintergrund mit der Bautätigkeit in Koblenz zur Zeit der Staufer beschäftigen. Der Zeitraum zwischen 1140 und 1260 war diesbezüglich außerordentlich fruchtbar. So wurde die Kastorkirche nach 1208 neu gestaltet und die Liebfrauenkirche ist im Wesentlichen zu dieser Zeit in mehreren Phasen errichtet worden. Die Burg auf dem Ehrenbreitstein sowie die erzbischöfliche Pfalz wurden großzügig erweitert und umgebaut und auch die neben der Pfalz gelegene Florinskirche erfuhr eine Umgestaltung.
In der Stadt Koblenz, die bis dahin abgesehen von den Kirchen durch Holzbauten (Fachwerkgebäude) bestimmt war, setzten sich allmählich Steinbauten durch, die Stadt „versteinerte“. Gleichzeitig begann die Stadt, die sich enorm ausgedehnt und deren Einwohnerzahl beträchtlich zugenommen hatte, um 1250 mit dem Bau einer großzügig bemessenen Stadtmauer. Zudem ließen sich Franziskaner und Dominikaner nieder und errichteten Kirchen, die im neuen Stil – der Gotik – hochgezogen wurden und zu den frühesten in Deutschland zählen.
Diesen Fragen wird sich Herr Liessem in seinem Vortrag widmen, zu dem Nichtmitglieder und Gäste wie immer herzlich willkommen sind!

Veranstalter
Verein für Geschichte und Kunst des Mittelhreins zu Koblenz e. V.
Veranstaltungsort
Landeshauptarchiv Koblenz, Karmeliterstr. 1/3, 56068 Koblenz