Das Erkennen der Natur ist die erhabenste Aufgabe des menschlichen Geistes“. Vom Ausblenden einer Kulturtradition – Rheinische N

Datum
Dienstag, 03.09.2013
Uhrzeit
18:00 Uhr
Vortrag von Herrn Dr. Hermann-Josef Roth, Bonn

Wer vom rheinischen Geistesleben schreibt oder spricht, mag an Nikolaus von Kues

oder an den Salon der Sophie La Roche, an den "Rheinischen Expressionismus"

oder an die "Rheinischen Tondichter" denken. Spontan dürften nur wenigen Karl

Friedrich Mohr oder gar Hermann Schaafhausen einfallen. Dabei haben die

Naturwissenschaften – unzulässig als Antibegriff zu Geisteswissenschaften installiert

– gerade am Rhein bedeutende Fortschritte eingeleitet. Die Botanik – um nur dieses

Beispiel zu nennen – hat sich im 16. Jh. hier zuerst als Wissenschaft im modernen

Sinne entfaltet. Die sonst so erfolgreiche Bundesgartenschau hat die Unkenntnis

gerade in diesem Punkt bloß gelegt. Nun gilt es nicht nur Unwissen zu beheben,

sondern eine verdrängte Kulturtradition neu zu entdecken. Inhaltlich spannt sich der

Bogen des Vortrags von der "Klostermedizin" der Hildegard von Bingen bis zur

Entdeckung und richtigen Deutung des "Neandertalers“ durch Hermann

Schaafhausen aus Koblenz.

Es erwartet die Zuhörer also ein Vortrag, der eine neue Sicht auf die Entwicklung der

Wissenschaften im Rheinland eröffnet; auch Nichtmitglieder des Vereins für

Geschichte und Kunst des Mittelrheins (VGKM) sind dazu herzlich willkommen!

Veranstalter
Verein für Geschichte und Kunst des Mittelrheins zu Koblenz e. V.
Veranstaltungsort
Landeshauptarchiv Koblenz, Karmeliterstr. 1/3, 56068 Koblenz