Beginen in Koblenz im Spätmittelalter

Datum
Dienstag, 04.11.2014
Uhrzeit
18:00 Uhr
Vortrag von Frau Sigrid Wegner, Koblenz

Beginen waren Frauen, die hervorgegangen sind aus der Frömmigkeitsbewegung des Hochmittelalters. Ihr Leben war geprägt durch Keuschheit und intensive Frömmigkeitspraxis, ohne dass sie die für Nonnen charakteristischen Gelübde abgelegt haben.

Die Erforschung der Beginen hat in den letzten Jahren an Aktualität gewonnen.

Es gibt einige neue Untersuchungen über Beginen in einzelnen Städten, da sie nicht überregional organisiert waren. Auch aktuell haben sich Frauen zu modernen Beginengemeinschaften zusammengeschlossen, die sich zum Teil auf die historischen Lebensformen berufen.

Sigrid Wegner wird in ihrem Vortrag die Situation der Beginen in Koblenz im Spätmittelalter (1250 – 1500) darstellen. Dabei wird sie neue Erkenntnisse präsentieren, die über den Stand des kurzen Aufsatzes von G. Reitz aus dem Jahr 1930 hinausgehen, der bislang die einzige auf Quellen basierende Abhandlung zum Thema darstellte.

Nach kurzer Einführung zum allgemeinen Thema Beginen und der Situation in Koblenz wird den Fragen nachgegangen werden: Wer waren die Beginen in Koblenz? Wie lebten sie? Wie waren sie vernetzt? Welchen Tätigkeiten gingen sie nach?

Auf Adelheid von Dausenau als ein gut belegtes Beispiel für eine wohlhabende Koblenzer Begine wird dabei besonders eingegangen werden. Sie stiftete an die Dominikaner in Koblenz und an das Prämonstratenserkloster in Arnstein und wurde im Wohltäterbuch der Koblenzer Kartause St. Beatus als zweite Gründerin des Klosters bezeichnet.

Auch Nichtmitglieder des VGKM sind herzlich willkommen!

Veranstalter
Verein für Geschichte und Kunst des Mittelrheins zu Koblenz e. V.
Veranstaltungsort
Landeshauptarchiv Koblenz, Karmeliterstraße 1/3, 56068 Koblenz