Koblenz zur Kaiserzeit - Bevölkerungsentwicklung und Wahlverhalten

Datum
Dienstag, 07.04.2015
Uhrzeit
18:00 Uhr - 21:00 Uhr
Vortrag von Herrn Franz-Heinz Köhler, Vallendar

Koblenz war 1815 preußisch geworden, aber diese am „grünen Tisch“ getroffene Entscheidung der großen Politik fand an Rhein und Mosel zunächst wenig Gegenliebe. Das lag nicht zuletzt am sogenannten „Kulturkampf“ des protestantisch geprägten preußischen Staates gegen angebliche staatsfeindliche Tendenzen der katholischen Kirche, der katholischen Zentrumspartei und des Katholizismus überhaupt.

Die Position der Stadt als bedeutende Festung führte zu baulichen Beschränkungen, die bis 1890 einer Stadterweiterung im Wege standen. Dies und der hohe Anteil des Militärs an der Bevölkerung hatte eigentümliche Auswirkungen auf die Geburten- und Sterberate sowie auf die Wohnverhältnisse, die Franz-Heinz Köhler, Autor eines 2014 erschienenen Buches mit dem Titel „Koblenz zur Kaiserzeit“, kenntnisreich beleuchtet. Köhler widmet sich auch der dynamischen Entwicklung der Stadt nach dem Wegfall dieser Einschränkungen v.a. in der Amtszeit des bedeutenden Koblenzer Bürgermeisters Emil Schüller von 1888 bis 1900 und analysiert die Reichstagswahlergebnisse ebenso wie die Situation der Koblenzer Arbeiterschaft.

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Anhang: